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Riester-Sparer werden in manchen Fällen doppelt zur Kasse gebeten. Bei einer Umfrage gaben 15 von 34 Versicherungsunternehmen an, bei zulagenbedingten Änderungen des Beitrags erneut Abschluss- und Vertriebskosten zu erheben, wie aus einer Erhebung der Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hamburg hervorgeht.

Sparer, die für laufende Verträge nach der Geburt des Nachwuchses Kinderzulagen erhalten und entsprechend ihren Eigenbeitrag senken, werden demnach von einigen Versicherern noch einmal zur Kasse gebeten!

Wenn sie nach dem Wegfall der Kinderzulagen den Eigenbeitrag für die Riester-Rente wieder erhöhen, zahlten sie erneut Abschluss- und Vertriebskosten. Das widerspricht jedoch der Intention des Gesetzgebers.

Manche Lebensversicherer interpretieren den Angaben zufolge eine Senkung des Eigenbeitrags als Teilbeitragsfreistellungen. Jede Wiedererhöhung des Beitrags werde dann wie ein Neuabschluss des Vertrags behandelt und führe zu neuen Kosten. Dieses Vorgehen widerspricht der politisch beabsichtigten Flexibilität der Altersvorsorge mit Riester-Verträgen.

Ähnliche Doppelbelastungen ergeben sich den Angaben zufolge auch für Verbraucher mit schwankenden Einkünften und sich entsprechend ändernden Eigenbeiträgen. Betroffen seien zudem Riester-Sparer, sofern sie nach der jüngsten Erhöhung der Grundzulage ihren Eigenbeitrag entsprechend gesenkt haben.

Daher raten wir dringend solche Verträge unabhängig und sachkundig prüfen zu lassen!  Vereinbaren Sie einen Termin!

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