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Dies ist Mitnichten der Fall. Die Prämie teilt sich in drei Bestandteile auf: in den Risikoanteil zur Deckung des Todesfallrisikos, den Kostenanteil für Abschluss und Verwaltung sowie den Sparanteil.

Die genaue Aufteilung der Prämie erfahren Sie nicht, sodass Sie nicht nachvollziehen können, wie viel von Ihrer Prämie tatsächlich gewinnbringend für Sie veranlagt wird.

Nur der Rest, der nach Abzug der Abschluss-und Verwaltungskosten und des Risikobeitragsübrig bleibt, wird mit dem Garantiezins (bei ab 2017abgeschlossenen Verträgen höchstens 0,9Prozent) verzinst. Bezogen auf den gezahlten Gesamtbeitrag ist die garantierte Verzinsung also deutlich niedriger.Trennen Sie daher Geldanlage und Versicherung

Hinterfragen Sie Prognosen zur Rendite kritisch und orientieren Sie sich zunächst an den Garantiewerten. Die beworbene Überschussbeteiligung ist nur eine unverbindliche Prognose und daher nicht sicher. Sie hängt vom Kapitalmarkt ab, vom Anlagegeschick des Versicherers, den Verwaltungskosten und der Entwicklung der Sterblichkeit sowie auch von diesen Faktoren:
Die Lebensversicherer erzielen mit den Prämien ihrer Kunden Überschüsse. Diese setzen sich zusammen aus Kapitalerträgen sowie Risiko-und Kostengewinnen. An diesen drei Gewinntöpfen, die im sogenannten Rohgewinn zusammenfließen, müssen sie ihre Versicherten grundsätzlich beteiligen. Das erfolgt aber stets über einen bilanziellen Umweg. Das führt dazu, dass die Gelder lange Zeit geparkt werden können und die Unternehmen einen hohen Spielraum haben bestimmte Verträge mit höheren Überschüssen zu beglücken und andere schlechter zu bedienen.

Die Überschussbeteiligung geht aber seit Jahren zurück, während sich die Lebensversicherungsunternehmen und ihre Aktionäre ein immer größeres Stück vom Kuchen abschneiden

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