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Was die wirtschaftliche Schieflage einer Pensionskasse mit sich bringen kann, müssen Stand jetzt die Versicherten dreier namhafter Anbieter erfahren: der Caritas VVAG, Kölner Pensionskasse und die Pensionskasse der Steuerberater. Bei diesen Vorsorgewerken tun sich gewaltige Finanzlöcher auf, sodass sogar Renten gekürzt werden, die sich bereits in der Auszahlung befinden.

Als Beispiel nennt „Report Mainz“ die Pensionskasse der Caritas. Den Journalisten liegen mehrere Briefe vor, wonach manche Versicherte mehr als 300 Euro weniger erhalten — im Monat. Für die Mehrheit der Versicherten würden die Kürzungen zwischen zehn und 30 Prozent betragen, teilt die Pensionskasse dem Magazin auf Anfrage mit.

Arbeitgeber haften

Gut dran ist noch, wer eine Betriebsrente über einen Arbeitgeber erhält. Die Firma muss für mögliche Einbußen bei der Rente einspringen und diese ausgleichen, so sieht es das Betriebsrentengesetz vor (Paragraph 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG). Was allerdings gerade kleinere und mittlere Unternehmen selbst in Existenznot bringen kann. Anders sieht es in der Regel bei jenen aus, die sich als Selbstständige dazu entschieden haben einer Pensionskasse beizutreten. Sie haben kein Anrecht auf einen Ausgleich.

Das Neugeschäft wurde den Anbietern durch die Finanzaufsicht untersagt, da sie nicht mehr genügend Eigenkapital haben. Besonders drastisch ist die Situation bei der Deutschen Steuerberater Versicherung: Sie droht nun sogar, ihre Erlaubnis für den Geschäftsbetrieb zu verlieren. Allein dem Niedrigzins kann man die Schieflage der Kassen aber nicht zuschreiben. Managementfehler und falsche Prognosen trugen ebenso dazu bei.

Laut Bundeskriminalamt nehmen auch dank Internet und Social Media die riskanten Angebote zu. Im ARD-Beitrag genannt werden unter anderem Differenzkontrakte, die ein Totalverlustrisiko bergen und für institutionelle Anleger gar eine Nachschusspflicht. Läuft es schlecht, muss dann weiteres Geld aus dem eigenen Vermögen in die Anlage gesteckt werden.

Auch Wetten auf Kryptowährungen werden nun verstärkt beobachtet, etwa Initial Coin Offerings. Das Problem hinter solchen Angeboten ist nicht allein, dass sie hochspekulativ sind und damit für die Altersvorsorge ungeeignet, berichtet das Bundeskriminalamt. Oft verbergen sich dahinter kriminelle Abzocker, die im Ausland sitzen: und nur schwer für ihre Taten belangt werden können.

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